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18. April 2009


Leistungsfähige Internetverbindung für den ländlichen Raum ermöglichen!

Nicht erst seit der Diskussion über das Konjunkturpaket II habe ich das Thema „Breitband“ und die Versorgung des ländlichen Raums mit leistungsfähigen Internetverbindungen entdeckt. Schon seit vergangenem Sommer kümmere ich mich um dieses Arbeitsfeld im Titzer Rathaus. Und ich habe das Thema auch mit breitem Raum in meiner Nominierungsrede im Dezember 2008 behandelt.

Ich zitiere aus dieser Nominierungsrede:

Ein weiterer Aspekt, der sich ebenfalls mit Bildung und Bildungschancen beschäftigt: Es ist mehr als ärgerlich, dass es beim Internet mittlerweile eine Zweiklassengesellschaft zwischen Ballungsräumen und ländlichen Regionen gibt. Während anderswo fast lächendeckend 16 MBit-Netze existieren, gehen Menschen in ländlichen Regionen wie hier in Titz noch mit analogem Modem oder per ISDN online. Und das, weil sich die Investitionen der Telekommunikationsbetreiber ins DSL-Netz in der Fläche nicht rechnen. Hier werden die Chancen unseres Nachwuchses gegenüber den Schülerinnen und Schülern aus Großstädten einseitig verschlechtert.

Internet ist Bildungsquelle! Und diese wird unserer Jugend verwehrt! Ich erwarte deshalb den gemeinsamen Aufschrei der Kommunalpolitiker – übrigens aller Parteien – zu diesem Thema und bin gerne bereit, mich an die Spitze einer Bewegung zu stellen, hin zum Breitband im ländlichen Raum!

Schnelles Internet, so genanntes Breitband, ist natürlich auch für die Betriebe in unserer Gemeinde wichtig. Für die, die sich hier schon vor Jahren oder Jahrzehnten niedergelassen haben. Aber auch für die Unternehmen, die auf der Suche nach attraktiven Ansiedlungsmöglichkeiten sind und auf Titz aufmerksam werden,

  • hier am Schnittpunkt der A 61 und der A 44,

  • hier im geografischen Mittelpunkt der Großstädte Aachen, Mönchengladbach, Köln, nicht weit entfernt von der Landeshauptstadt Düsseldorf mit seinem Flughafen, dem wichtigsten im Land,

  • hier in der Nähe der Grenze zu den Niederlanden und zu Belgien, in einem zusammenwachsenden Europa, einem Europa ohne Grenzen,

ist eine leistungsfähige Internetanbindung ein so genanntes k.o.-Kriterium bei der Standortwahl. An das Thema müssen wir also herangehen, wenn wir Wirtschaft und Beschäftigung in Titz fördern wollen.“

Intensive Verhandlungen, die ich in meiner Funktion als Beigeordneter für Gemeindeentwicklung und Wirtschaftsförderung mit der Telekom geführt habe, scheinen nun zumindest für die Ortsteile Rödingen, Höllen und Bettenhoven zum Ziel zu führen. Sofern der Rat am 30. April 2009 meinem Vorschlag, der eine überschaubare Eigenbeteiligung aus dem gemeindlichen Haushalt heraus vorsieht, folgt, besteht die Chance, dass die Menschen aus diesen Ortschaften wohl noch in diesem Jahr mit einer bis zu 16 Mbit/s schnellen Leitung ins Netz gehen können.

Selbstverständlich werde ich mich in weiteren Verhandlungen auch um verbesserte Internetverbindungen in anderen Ortsteilen einsetzen. So sehe ich realistische Chancen, die Versorgungssituation in Hasselsweiler, Müntz und Hompesch als Folge des anstehenden Aus- und Umbaus der K 5 im Laufe des Jahres 2010 ebenfalls auf ein zukunftsfähiges Niveau zu erhöhen.


(c) 2008 I Verantwortlich für den Inhalt: Jürgen Frantzen
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