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27. Juni 2009


CDU-Gemeindeverband Titz besucht Thomas Rachel in Berlin!

Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten des Kreises Düren, Thomas Rachel, hat eine zwanzigköpfige Delegation des CDU-Gemeindeverbands Titz zwischen dem 24. und 27. Juni 2009 Berlin besucht. Im Rahmen des straff organisierten Programms konnte ich zahlreiche interessante Gespräche an mitunter sehr geschichtsträchtigen Orten führen.

Für mich stellte dieser Parlamentsbesuch in der Hauptstadt meine mittlerweile zehnte Reise nach Berlin dar: Erstmals 1981, zu Zeiten also, als West-Berlin noch als – zugemauerte demokratische Insel innerhalb der damals noch existierenden DDR – multikulturell geprägte Großstadt und Zentrum der damals beginnenden „Neuen Deutschen Welle“ war, besuchte ich die Stadt, die mich seither nie wieder losließ. Weitere Besuche, z.B. 1987 (im Rahmen der 750-Jahr-Feier, die getrennt voneinander in West-Berlin und Ost-Berlin stattfand), 1989 (zum Mauerfall), verschiedene Male in den neunziger Jahren (als vereinte Stadt, mit aber noch deutlich erkennbaren Narben entlang der nicht mehr existierenden Mauer) oder 2004 (mit „meiner“ geliebten Alemannia im Rahmen des DFB-Pokalfinals gegen den SV Werder Bremen) führten mich immer wieder nach Berlin.

Die Organisation, die das Bundespresseamt und das Bundestagsbüro von Thomas Rachel für die Titzer Gruppe übernommen hatte, hielt einige positive Überraschungen bereit. Neben der „üblichen“ Stadtrundfahrt und der Besichtigung von „Standardbesuchsbestandteilen“ (dem Brandenburger Tor und dem benachbarten Pariser Platz, der Prachtstraße Unter den Linden, der Gedenkstätte zur Berliner Mauer an der Bernauer Straße oder dem Kurfürstendamm) standen u.a. folgende Punkte auf dem Programm:

  • Besuch des Bundesfinanzministeriums (untergebracht übrigens im Gebäude des damaligen Reichsluftfahrtsministerium) mit Diskussion über die aktuelle Situation der Staatsfinanzen,

  • Besichtigung des Reichstagsgebäudes (samt Besuch der Reichstagskuppel) und Gesprächstermin mit Thomas Rachel (MdB),

  • Besuch des Konrad-Adenauer-Hauses (CDU-Bundesgeschäftsstelle) mit Möglichkeit eines kurzen Treffens mit CDU-Generalsekretärs Ronald Pofalla,

  • Besichtigung des Schlosses Cäcilienhof (Ort der Potsdamer Konferenz, während der die Siegermächte die Besatzungszonen festlegten, die letztlich zur Teilung Deutschlands führten).

Höhepunkt für mich war jedoch der Besuch der Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam (Gedenkstätte für die Opfer politischer Gewalt im 20. Jahrhundert). Das jahrhundertealte Gebäude diente mehreren Regimen als Gefängnis. Seine Hauptnutzung erfuhr es jedoch als Stasi-Untersuchungsgefängnis. Unter welch menschenunwürdigen Verhältnissen dort willkürlich Verdächtige inhaftiert waren, ist unbeschreiblich. Jeder, der heute der Meinung ist, die ehemalige DDR sei kein Unrechtsstaat gewesen, sollte seine Einschätzung über einen Besuch in der Potsdamer Gedenkstätte überprüfen.

Mit zahlreichen Eindrücken, die mich gestärkt in die nächsten Wochen und Monate gehen lassen, konnte ich den Weg zurück in den Dürener Nordkreis antreten.

Fotos der Reise finden Sie hier.

 


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