Sie befinden sich hier: Archiv  .

11. September 2009


Indemann eingeweiht, Landsynagoge Rödingen eröffnet!

Es gibt ein "Leben nach dem 30. August 2009". Am ersten Wochenende nach der für mich erfolgreichen Bürgermeisterwahl durfte ich an der Eröffnung bzw. Einweihung zwei besonderer Bauwerke im Dürener Nordkreis teilnehmen:

Zunächst stand am 5. September 2009 (Samstag) die Einweihung des Indemanns auf dem Programm. Auf der Goltsteinkuppe in Inden/Altdorf entstand in den vergangenen zwei Jahren ein 36 m hoher Stahlkoloss, von dem aus die sich wandelnde Kulturlandschaft hervorragend besichtigt werden kann. Nach Beendigung der Abbauaktivitäten der Tagebaue Inden, Hambach und Garzweiler wird sich in schon wenigen Jahrzehnten unsere Umgebung verändern. Als Pilotprojekt stellt der Indemann ein weithin sichtbares Symbol für die Perspektiven dar, die das "Indeland" seinen Bewohnern bietet. Seine moderne Architektur steht für die technische Zukunft der Region, sein sich ständig veränderndes Leuchten im Dunkeln für den Strukturwandel im Braunkohlerevier; seine Stabilität steht für die über 10.000 Jahre währende Geschichte unserer Region. Übrigens bin ich der Auffassung, dass die Indeland GmbH für die darin beteiligten Städte und Gemeinde eine gute Plattform darstellt, die Interessen der Kommunen gegenüber dem Tagebaubetreiber für die Zeit nach den Tagebauen zu bündeln. Aus meiner Sicht macht es deshalb durchaus Sinn, über einen Beitritt auch der Gemeinde Titz in die Gesellschaft nachzudenken, der derzeit der Kreis Düren, die Städte Eschweiler, Jülich und Linnich sowie die Gemeinden Aldenhoven, Niederzier und Inden angehören.

Einen Tag später, am 6. September 2009 (Sonntag), fand die Wiedereröffnung der Landsynagoge Rödingen als Kulturhaus des Landschaftsverbands Rheinland statt. Die 1841 in Rödingen errichtete Synagoge bildet zusammen mit dem Wohnhaus der jüdischen Familie Ullmann das einzige weitgehend im Originalzustand erhaltene Gebäudeensemble dieser Art im westlichen Rheinland. Nach behutsamer Restaurierung wurden die Gebäude nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Vorderhaus bietet eine Dauerausstellung anschauliche Informationen zu verschiedenen Facetten jüdischen Lebens im Rheinland in Vergangenheit und Gegenwart, unter anderem zur Geschichte der jüdischen Bewohner, zur koscheren Küche früher und heute und zu Aspekten der jüdischen Religion und der Geschichte des rheinischen Judentums. Im Hinterhof lädt die ehemalige Landsynagoge zur Besichtigung ein. Hörstücke sowie Kurzfilme ergänzen das Informationsangebot. Die Landsynagoge Rödingen empfehle ich allen interessierten Menschen zudem als kulturellen Veranstaltungsort mit besonderer Atmosphäre.

Bilder beider Veranstaltungen sind hier zu sehen.

 


(c) 2008 I Verantwortlich für den Inhalt: Jürgen Frantzen
Optimiert für Firefox 3.0
http://www.mozilla-europe.org/de/firefox/